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Magnesium und Zuckerstoffwechsel - ein Update

Inhalt

Die vielfältigen Funktionen von Magnesium im Körper

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff im menschlichen Körper und erfüllt viele unterschiedliche Funktionen: So wird die Aktivität von mehreren Hundert Enzymen beeinflusst, inklusive der Enzyme, die für den Energiestoffwechsel (ATP-Synthese) und Glukosestoffwechsel wichtig sind.1

Magnesiumversorgung in der Schweiz

  • Die schweizerischen Empfehlungen für die Magnesiumaufnahme variieren für Erwachsene je nach Alter und Geschlecht im Bereich von 300 bis 420 mg.2
  • Für Personen ab 66 Jahren sind die Empfehlungen höher als für jüngere Erwachsene.
  • Aktuelle Daten zeigen, dass die Magnesiumaufnahme eines grossen Teils der Schweizer Bevölkerung aber unter den Empfehlungen liegt.3

Magnesiummangel bei Diabetes und Prädiabetes - eine Art Teufelskreis

Personen mit Diabetes oder Prädiabetes scheiden häufig nicht nur vermehrt Glukose mit dem Urin aus, sondern auch Magnesium. Dies kann zu einer schlechteren Magnesium-Versorgungslage führen. Ein unzureichender Magnesiumstatus steigert aber wiederum das Risiko von Insulinresistenz und kardiovaskulären Komplikationen des Diabetes – der Blutglukosespiegel erhöht sich also weiter, die Magnesiumausscheidung auch und so entsteht letztendlich ein Teufelskreis.1

Magnesiumsupplementierung für den Glukosestoffwechsel: Aktuelle Meta-Analysen

Nachfolgend werden aktuelle Meta-Analysen besprochen, in denen untersucht wurde, ob eine Magnesiumsupplementierung den Glukosestoffwechsel bei Personen mit Prädiabetes oder Diabetes verbessern kann.

Eine aktuelle Auswertung von 13 Studien, in der 361 Diabetes-Patientinnen und -Patienten mit Magnesium (Median-Behandlungsdauer 12 Wochen) und 359 mit Placebo behandelt wurden, zeigte, dass die mit Magnesium behandelten Personen niedrigere Nüchternblutzucker-Werte hatten im Vergleich zu den Placebo-Gruppen. HbA1c (glykosylier
tes Hämoglobin), Insulin und HOMA-IR (Homeostatic Model Assessment for Insulin Resistance, Nachweis Insulinresistenz) waren nicht signifikant reduziert.

Bei Personen mit Prädiabetes (477 Personen erhielten Magnesium, 480 Personen erhielten Placebo, mediane Studiendauer 14 Wochen) verbesserten sich neben dem Nüchternblutzucker-Wert auch der orale Glukosetoleranztest- und der HOMA-IR-Wert.

Bei den Magnesium-Supplementen kamen sowohl anorganische als auch organische Verbindungen zum Einsatz, und bei den meisten Studien wurde eine tägliche Dosierung im Bereich von 250 mg bis 600 mg Magnesium eingesetzt.4

Eine weitere Metaanalyse, in der nur Personen mit Typ-II-Diabetes berücksichtigt wurden, bestätigt dieses Ergebnis:

  • Auch hier wurden die Nüchternblutzucker-Werte und das HbA1c durch Magnesiumsupplementierung signifikant verbessert.
  • Die eingesetzte Magnesiumdosierung variierte zwischen 36.5 mg und 500 mg pro Tag und die Studiendauer zwischen 4 und 24 Wochen.5

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes zählt zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. Auch in Bezug auf diese Diabetesform zeigt eine aktuelle Metaanalyse, in der 4 Studien eingeschlossen wurden, dass eine Magnesiumsupplementierung (250 mg Magnesium pro Tag) sowohl den Nüchternblutzucker-Wert und den Seruminsulinspiegel reduzierte als auch die Insulinresistenz verbesserte. Darüber hinaus wurden auch LDL-Cholesterin und das Gesamtcholesterin reduziert.6

Nebenwirkungen

Magnesium wird generell gut vertragen. Allerdings kann Magnesium in höheren Dosierungen eine laxative Wirkung haben, das heisst zu Durchfall führen. Ab einer Tagesdosis von ≥ 250 mg muss in der Schweiz auf dem Produkt darauf hingewiesen werden, dass Magnesium-Präparate abführend wirken können.

Fazit

  • Für Personen mit Prädiabetes oder Diabetes ist eine Magnesiumsupplementierung sehr empfehlenswert.
  • Sinnvolle Tagesdosierungen bewegen sich im Bereich von 250 mg bis 500 mg, wobei bei höheren Dosierungen und empfindlichen Personen eine Aufteilung der Dosis über den Tag und eine Einnahme zum Essen zu empfehlen ist, um das Durchfallrisiko zu minimieren und die Resorption zu optimieren.

Références

1 Ebrahimi Mousavi S et al. Association between magnesium concentrations and prediabetes: a systematic review and meta-analysis. Sci Rep. 2021;11(1):24388.

2 BLV (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinär-
wesen). Schweizer Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2022: https://kwk.blv.admin.ch/naehrstofftabelle-de.

3 Waefler M, Zuberbuehler CA. Wie gut ist die Bevölkerung der Schweiz mit Mikronährstoffen versorgt? Schweizer Ernährungsbulletin 2021: Seiten 111–129. DOI: 10.24444/blv-2021-0111.

4 Veronese N et al. Oral Magnesium Supplementation for Treating Glucose Metabolism Parameters in People with or at Risk of Diabetes: A Systematic Review and Meta-Analysis of Double-Blind Randomized Controlled Trials. Nutrients. 2021;13(11):4074.

5 Asbaghi O et al. The effects of oral magnesium supplementation on glycaemic control in patients with type 2 diabetes: a systematic review and dose-response meta-analysis of controlled clinical trials. Br J Nutr. 2022;128(12):2363-72.

6 Tan X, Huang Y. Magnesium supplementation for glycemic status in women with gestational diabetes: a systematic review and meta-analysis. Gynecol Endocrinol. 2022;38(3):202-6.

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